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„What Song Are You Listening To Right Now?“ – Eine Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum

Für die Ausstellung „DisIgnoranz – Sehen im rassistischen Nebelfeld“ im NS-Dokumentationszentrum München haben Robert Haak und Nikki Georgalas – Kunststudierende der Akademie der Bildenden Künste München – zusammen mit Angehörigen von sechs Familien der Initiative München OEZ Erinnern die Playlist „Erinnern Hören“ erstellt.

Die Playlist kann auf Youtube  und auf Spotify gefunden werden.

Zusätzlich wurde ein kleines Buch gestaltet, das Erläuterungen und Hintergründe zu den Songs der Neun Engel enthält. Hier werden alle in der Arbeit abgespielten Songs noch einmal mit individuellen Beiträgen von den jeweiligen Angehörigen gezeigt.

Ausstellungseröffnung: 29.01.2026 | 18:00 Uhr

Zeitraum der Ausstellung: 30.01.2026 – 01.03.2026

Ort: NS-Dokumentationszentrum München | Max-Mannheimer-Platz 1

 

Robert Haak und Nikki Georgalas über ihr Projekt:

In der Arbeit „What Song Are You Listening To Right Now?“ erproben wir einen neuen Weg des Erinnerns. Zusammen mit Angehörigen der Neun Engel haben wir eine Playlist mit Songs erstellt. Diese Songs verbinden die Angehörigen aus unterschiedlichen Gründen mit den Neun Engeln.

Das Hören der verschiedenen Lieder und das Verstehen ihrer Hintergründe sollen zum Erinnern beitragen. Wir erinnern an: Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kiliç und Sevda Daǧ.

Die Tat des 22. Juli 2016 selbst, die Hintergründe der Tat und die Geschehnisse seitdem zeigen das Ausmaß rechter, rassistischer Gewalt. Wir sehen es als unsere gesellschaftliche Verantwortung, zu verhindern, dass rechte, rassistische Gewalt normalisiert wird. Rechte Gewalt darf nicht erst dann erinnert werden, wenn sie in Gewaltexzessen endet.

Das Erinnern und Gedenken an die Opfer ist davon Teil und darf nie übergangen werden. Leider müssen Angehörige und Aktivist*innen in München weiterhin dafür kämpfen, dass an die Tat vom 22. Juli 2016 würdevoll erinnert wird. Angehörige selbst mahnen, dass die Verdrängung und das Beschweigen der Tat und ihres Verlusts eine Fortführung der Gewalt bedeuten.

 

Rückblick: Die Ausstellungseröffnung in Bildern