Der Attentäter vom OEZ handelte nicht allein. Der Waffenhändler war ebenso ideologischer Unterstützer, was bei dem Prozess gegen ihn mehr als deutlich wurde. Obwohl der Münchner Attentäter sich mindestens zweimal über Stunden hinweg mit dem Händler traf, dabei seine rassistischen Mordpläne laut äußerte und der Waffendealer diese Weltsicht ebenfalls teilt, wurde dieser nie wegen Beihilfe zu Mord verurteilt.
Unmittelbar nach dem Anschlag am OEZ verfasste eine Person, die mit dem Täter von München über die Gaming-Plattform Steam vernetzt war, einen verherrlichenden Nachruf auf ihn. Ein Jahr später wurde er selbst zum Mörder. Im US-amerikanischen New Mexico tötete er aus rassistischen Motiven zwei Schüler*innen, Francisco Fernandez und Casey Marquez.
