Kampagne zum 10. Jahrestag: Wie viel Rassismus steckt in der Bayerischen Polizei?

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Als die ersten Meldungen vom Anschlag am OEZ durch die Medien kursierten, dominierte die Auffassung, es sei ein islamistisches Attentat. Einerseits weil in unmittelbarer zeitlicher Nähe durchaus islamistische Anschläge beziehungsweise Anschlagsversuche in Europa verübt wurden. Ausschlaggebend dürfte jedoch in rassistischer Logik die Migrationsgeschichte des Täters gewesen sein. Migrationsgeschichte und extrem rechte Einstellungen scheinen sich im Denken der Behörden auszuschließen.

Während dem Polizeipressesprecher im Nachgang der Tat ein goldener Apfel als Preis für seine PR-Strategie verliehen wird, erzählen die Erfahrungen der Überlebenden und der Angehörigen eine ganz andere Geschichte.

Gleichzeitig wurden die Angehörigen von der Polizei mindestens unsensibel behandelt, häufiger noch kriminalisiert und sogar bedroht. Entgegen aller Indizien und Beweise für ein rechtes und rassistisches Tatmotiv wurde später die falsche und entpolitisierende Erzählung eines angeblichen Amoklaufes als offizielles Ermittlungsergebnis präsentiert.

Rassistische Morde werden von der Polizei nicht erkannt und Angehörige selbst drangsaliert und abgewertet. Wie viel Rassismus steckt in der bayerischen Polizei?